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Startseite > Workshopberichte > 20. und 21.05.2006 - Selatin Kara in Bamberg - Jazz und Hip Hop

20. und 21.05.2006 - Selatin Kara in Bamberg - Jazz und Hip Hop


Wer:
Selatin Kara
Wo: Body And Soul, Bamberg
Was: Jazz / Hip Hop 1 (Vorkenntnisse) / Hip Hop 2 (Fortgeschrittene)
Wann: 20.05.2006 + 21.05.2006 – 14.30 Uhr – 20 Uhr + 11 Uhr – 16.30 Uhr

Kurz nach 14.30 Uhr startete auch schon der erste Teil des Jazz-Workshops in Bamberg. Da ein Großteil der circa 15 Teilnehmer bereits öfters bei den in Bamberg stattfindenden Workshops dabei war, konnte Selatin sich die Vorstellung seiner Person sparen. Zunächst folgte ein ausführliches ziemlich klassisches Warm Up mit Isolationsübungen und Stretching, woran sich noch eine ganze Reihe an Crunches zur Kräftigung anschlossen.
Gut aufgewärmt folgten vor der eigentlichen Choreo dann noch einige Übungen cross-the-floor. An diese Übungen schloss sich nun endlich die Jazz-Choreo als Stuhltanz an. Wie schon der Begriff „Stuhltanz“ verrät, drehte sich die Choreo im wahrsten Sinne des Wortes rund um einen Stuhl. Charakteristisch gesehen gab es zwei Teile der Choreo – einen sehr gefühlvollen weichen und einen energischen. Den ersten Teil erlernten wir am Samstag. Der zweite Teil folgte dann am Sonntag ab 11 Uhr nach einem Warm Up – so waren auch die beiden charakteristisch sehr unterschiedlichen Teil zeitlich gut voneinander getrennt. Vor allem kam es hier auf das richtige Timing an – bei den emotionelleren Teilen langsam und unter Umständen sogar mit ein wenig Verzögerung zu tanzen, im Anschluss im energischeren Teil aber wirklich nur energisch und nicht etwa schnell zu tanzen. Am Ende bestand die Choreographie aus acht Achten. Ein schöner Mix aus Gefühl und Energie, klassischen Drehungen und jazztypischen binnenkörperlichen Bewegungen, sowie ein ständiger Wechsel zwischen Release und Contraction.

Nach einer halbstündigen Pause startete sodann der erste Teil des Hip Hop 1-Workshops. Nach einem Hip Hop-Warm Up, welches unter anderem auch Kräftigungsübungen wie Push Ups beinhaltete, stimmte uns Selatin mit einigen Moves auf die bevorstehende Choreo ein. Diese Choreo war in ihrer Rhythmik sehr schnell und durch die geschickte Aneinanderreihung von vielen kleinen exakten Bewegungen wurde sie nicht gerade langsamer. Die Besonderheit der Choreo bestand in ihrem kniffligen Boden-Teil, der jedoch von Samstag auf Sonntag um kleine rhythmische Nuancen verändert wurden, um uns die Durchführbarkeit noch etwas zu erleichtern. Am Sonntag wurde die Choreo dann auf andere Musik getanzt, was auch wiederum darstellte, welchen großen Einfluss der Charakter der Musik auf die Ausübung der einfachsten Schritte hat. Da der Andrang auf diesen Workshop auch erfahrungsgemäß wieder mit mehr als 30 Teilnehmern recht groß war, erfolgten die Wiederholungen der Choreo durch die Aufteilung in zwei Gruppen. Insgesamt lässt sich festhalten, dass diese Choreo (sie bestand aus sechs
Achten) anfangs ziemlich verzwickt erschien, doch mit der ein oder anderen kleinen Änderung, konsequenten Wiederholungen sowie dank der Erläuterungen von Selatin war es doch noch möglich bei (nahezu) allen Teilnehmern ein erschöpftes aber zufriedenes Gefühl zu erzeugen.

Wer nun einfach eine Erschwerung des ersten Hip Hop-Workshops in Bamberg aufgrund der Schnelligkeit
erwartete, der liegt falsch. Dieser Workshop war nicht einfach eine Weiterentwicklung des ersten, sondern zeigte gar einen komplett anderen Hip Hop-Stil. Das etwas verkürzte Warm Up konnte hier auch optimal genutzt werden, um mit einigen Schritten der folgenden Choreo in Kontakt zu treten. Diese Choreo überzeugte durch einen viel weicheren Charakter im Vergleich zur vorherigen Choreo. So beinhaltete die Hip Hop 2-Choreo mehr Body Rolls, weichere Isolationen, Einsatz der Arme direkt am Körper sowie isolierte Kopfbewegungen. Im Verlauf der Choreo war eine Entwicklung derselben zu spüren. So war diese Choreo anfangs verhältnismäßig langsam, was sich eben im letzten Abschnitt der Choreo veränderte. Zum Abschluss des Workshops verfeinerte Selatin auch noch die Wartezeit auf den Beginn der Choreo, indem wir selbstständig Stretch-Posen einbauen durften. Am Ende bestand diese Choreo ebenfalls aus sechs Achten.

So ging am Sonntag mit diesem Workshop auch das gesamte Workshop-Wochenende zu Ende. Letztlich
ausgeklungen ist es – wie üblich – bei einem netten kleinen Essen beim Italiener (welches auch bereits am Samstag realisiert wurde). Die Workshop-Wochenenden bieten in Bamberg immer ein Rundumprogramm mit nettem Essen sowie kostenloser Übernachtung direkt im Studio.