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Gesellschaftstanz

Als Gesellschaftstänze werden jene Tänze bezeichnet, die dem gesellschaftlichen Umgang dienen. Somit spielen sich in den Schritten und Figuren der Tänze häufig Werte und Haltungen einer Gesellschaft wider.
 
Die ersten Gesellschaftstänze entwickelten sich im Mittelalter. Aufgrund der Beliebtheit höfischer Sitten, gab es eine große Vorliebe für Paartänze. Einer der ersten Paartänze war die "Estampie".
 
Während der Renaissance (14. bis 16. Jahrhundert) wurden extra Tanzlehrer vom Adel beschäftigt, um Tänze zu entwickeln. So entstanden auch die ersten Bücher, in denen die Tänze genau beschrieben wurden. Darüber hinaus wurden Tänze entwickelt, die eine genaue Ordnung, von Abfolge und auch zwischen den Paaren, verfolgten.
 
Im 17. Jahrhundert nahm der Sonnenkönig Ludwig XIV. eine bedeutende Einflussrolle im Gesellschaftstanz ein. Der berühmteste Tanz jener Zeit war das Menuett. Hier tanzte jedes Paar mit aufrechter Haltung die kleinen Schritte in einer bestimmten Reihenfolge - in der Reihenfolge des gesellschaftlichen Ranges. Erst mit dem Aufkommen des Walzers, der wie die Polka oder die Mazurka aus Volkstänzen entstand, verringerte sich die Beliebtheit des Menuett.
 
Ab dem 20. Jahrhundert bildeten sich viele Gesellschaftstänze in den USA und Südamerika.
   
In den 20er Jahren waren die Tänze voll Freude (wie der Charleston), in den 30ern entstand der Swing als neuartige Musikform. In diesen Zeiten formten sich auch die noch heute gängigen Gesellschaftstänze wie der Tango und der Foxtrott (1913).
 
Anfang der 40er Jahre entstand geradezu eine Euphorie auf südamerikanische Tänze wie zum Beispiel die Rumba, der Mambo, Cha-Cha-Cha oder der Conga. In den 50er Jahren entwickelte sich in der Musik mehr und mehr der Rock'n'Roll. In den 60er Jahren kam sodann der Twist. In den 70ern wurde nun verstärkt auf Diskomusik getanzt - so entstanden Tänze wie der Hustle.
 
Die Gesellschaftstänze bieten für jeden Typ und jede Stimmung den richtigen Tanz. Das Tanzen bietet sowohl für den Geist etwas, als auch für den Körper, denn blitzschnell müssen die erlernten Schritte zu einer Schrittfolge zusammengefügt werden. Außerdem bieten Gesellschaftstänze vor allem für Paare eine gelungene Abwechslung, da sie so mal wieder einen Abend gemeinsam verbringen können. Und Singles können beim Tanzen direkt auf Tuchfühlung gehen.
 
Eines ist allen Gesellschaftstänzen gleich: Die Führung unterliegt dem Herrn und die Dame muss schnell die erforderlichen Schritte ausführen.
   
Die Führung erfolgt durch Bewegungen der Hände bzw. der Arme sowie bei den Standard-Tänzen auch durch die Bewegung des Körpers - je näher sich hier die Tanzpartner stehen, desto leichter kann der Herr die "Aufträge" an die Dame weitergeben. Wichtig ist hierbei bei beiden Partnern eine gewisse Anspannung der Muskeln, denn nur dann können die Impulse gegeben und wahrgenommen werden.
Die Tanzrichtung im Raum ist generell bei allen Tänzen Linksverkehr, d.h. gegen den Uhrzeigersinn. Geübte Tänzer können hier natürlich auch variieren, abkürzen oder den freien Raum besser nutzen.
 
Die Tanzhaltung sieht im Allgemeinen folgendermaßen aus:
Der Herr und die Dame stehen sich gegenüber. Die rechte Hand des Herrn legt sich auf das linke Schulterblatt der Dame. Die linke Hand der Dame wiederum legt sich auf seine rechte Schulter. Die linke Hand des Herrn umfasst liebevoll die rechte Hand der Dame, die auf Augenhöhe der Dame gehalten wird. Bei den Standard-Tänzen wird diese Haltung noch durch ein sich Nahekommen der Hüftgegend intensiviert.
 
Die Einteilung in Standard- und Lateinamerikanischen Tänzen erfolgt mittlerweile nach Körperkontakt, der während des Tanzens entsteht.
Außerdem lässt sich feststellen, dass die etwas ältere Generation eher die Standardtänze bevorzugt, die jungen hingegen die Lateinamerikanischen Tänze als interessanter empfindet.


Und hier folgen ein paar genauere Infos über die Standard- und Lateinamerikanische Tänze, sowie die Grundfacts des Turniersports und weitere Gesellschaftstänze!

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