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Turniersport

Zum Tanzsport zählt der Turniertanz, der sich Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte.
 
Aufgeteilt ist er in die fünf Standardtänze (Langsamer Walzer, Tango, Wiener Walzer, Slowfox und Quickstep) und fünf Lateinamerikanische Tänze (Cha-Cha-Cha, Samba, Rumba, Paso Doble und Jive). Zumeist treten die Paare - es befinden sich mit ein paar Ausnahmen immer mehrere Paare auf der Tanzfläche - entweder im Standardtanz oder Lateinamerikanischen Tanz an, es gibt jedoch auch die Kombination aus beidem, die dann alle zehn Tänze umfasst. Generell lässt sich jedoch sagen, dass nicht Vielschichtigkeit, sondern Genauigkeit zählt. Darüber hinaus gibt es noch Kürtänze der Standard- und Lateintänze bei den Profis.
 
Turniertanz findet sowohl paarweise als auch in der Formation statt. Eine Formationsgruppe besteht aus acht Paaren, die Dauer einer Choreographie umfasst circa vier Minuten. Auch hier gibt es die Unterscheidung zwischen Standard- und Lateinformationen, sowie einen Wettbewerb, der alle 10 Tänze beinhaltet. Hier ist weniger die Qualität der einzelnen Tänzer entscheidend, sondern folgende Kriterien werden bewertet: Harmonie, Klarheit, Präzision und Linien. Die Choreographie besteht aus drei Teilen: Dem Einmarsch, der eigentlichen Darbietung und dem Ausmarsch (der Ein- und Ausmarsch werden nicht bewertet, wirken aber in der Gesamtchoreographie). Im Bereich des Formationstanzes sind sogar Auf- und Abmarsch der Formation zeitlich limitiert.
 
Des Weiteren gibt es verschiedene Klassen: Von der Anfängerklasse E bis hinauf zur Fortgeschrittenenklasse A, sowie der Sonderklasse S. Außerdem gibt es noch Kinder-, Jugend- und Seniorenklassen.
   
Gewertet werden die verschiedenen Tänze von mehreren Kampfrichtern. Die Anzahl der Kampfrichter richtet sich nach der Höhe des Turniers, sollte aber immer eine ungerade Anzahl sein. Bei Vor- und Zwischenrunden wird jedoch noch über eine geschlossene Wertung gewertet, hier werden lediglich Kreuze vergeben. Im Semifinale (mindestens 12 Paare) werden dann Punkte verteilt - in der Reihenfolge der Gesamtpunktzahl ziehen die Paare dann ins Finale. Im Finale (mindestens 6 Paare) gilt die Platzwertung, die nach jedem Tanz oder jedem Modus offen aufgezeigt wird.
 
Getanzt wird auf Parkett-Böden. Die Größe der Tanzfläche richtet sich nach der Turnierart, liegt aber bei ca. 12 m x 18 m (Grand-Prix-Turniere).
 
Die erste Weltmeisterschaft der Paare fand 1909 statt. 1927 folgte die erste Europameisterschaft für Amateure, 1929 für Profis. Europameisterschaften für Formationen fanden das erste Mal 1965 statt, 1973 Weltmeisterschaften.
 
Außerdem umfasst der Tanzsport auch Rock'N'Roll, Jazz- und Moderndance, Gardetanz, Boogie Woogie und Rollstuhltanz.
 
Beim Rock'N'Roll erfolgt das Turnier in zwei Runden, akrobatisches Können und die Fußtechnik.
 
Der Boogie Woogie besticht weniger durch die Akrobatik, als mehr durch die Stilechtheit der 50er Jahre, die auch durch die Kostüme ausgedrückt wird.
 
1987 kam der Gardetanz als Wettkampfform hinzu, in Jazz- und Moderndance finden erst seit 1988/89 Wettkämpfe statt.